Spielberichte und Tabellen
Sfr. Kelkheim 1 - 4


Ergebnisse und Tabellen

Sfr. Kelkheim 1 / Landesklasse
Sfr. Kelkheim 2 / Bezirksklasse A
Sfr. Kelkheim 3 / Bezirksklasse C

Einzelergebnisse

Berichte

Abschlussbericht

9. Spieltag (17.04.16)
8. Spieltag (06.03.16)
7. Spieltag (14.02.16)
6. Spieltag (31.01.16)
5. Spieltag (17.01.16)
4. Spieltag (06.12.15)
3. Spieltag (22.11.15)
2. Spieltag (08.11.15)
1. Spieltag (27.09.15)
Vorbericht Saison 2015/2016

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Manfreds Abschlussbericht Saison 2015/16

Nachdem alle drei Mannschaften den letzten Spieltag mit einer Niederlage beendet haben, ist es eine echte Herausforderung den Abschlussbericht der Saison zu schreiben. Aber das Gute an der Nachricht: die Niederlagen hatten keinen Einfluss mehr auf die jeweiligen Platzierungen. Die Entscheidungen waren bereits vorher gefallen.

Die Erste hätte auch mit einem Sieg den Abstieg nicht mehr abwenden können. Das angestrebte Ziel - der Klassenerhalt - wurde bereits vorher verspielt. Die 5 Niederlagen waren knapper als es die Ergebnisse aussagen. In der Endphase nach 4 Stunden wurden häufig besser stehende Stellungen nicht nur zum Remis verdorben, sondern sogar noch verloren. Es fehlten in dieser Saison die Goalgetter, die mit allerletztem Einsatz die entscheidenden Punkte holten. Nur Andreas (+6), Stephan (+11) und Manfred (+26) konnten einen DWZ-Zuwachs erzielen. Die anderen 5 Stammspieler mussten zum Teil erhebliche DWZ-Einbußen hinnehmen. Selbst Frank und Alex - normalerweise unsere Felsen in der Brandung - hatten Schwächeperioden, während unseren Youngstern Marcel, Philipp und Justin haüfig das in der Landesklasse nötige "Sitzfleisch" fehlte, um ihre vorteilhaften Stellungen geduldig in einen Punkt umzuwandeln.

Die Zweite kam als Aufsteiger in der Bezirksklasse A niemals in Abstiegsgefahr und konnte sich souverän im Mittelfeld behaupten. Herzlichen Glückwunsch!
Diese Platzierung war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der Lars herausragte, der insgesamt auf 5,5 aus 9 Punkten kam.

Die Dritte spielte mit Leichtigkeit im oberen Tabellendrittel mit, obwohl mehrfach nur 7 Spieler an die Bretter gehen konnten. Es gab spielerisch keine Ausfälle. Mit Walter (6 aus 9) und dem überragenden Leon (7,5 aus 8) gab es zwei Spieler, die die entscheidenden Punkte holten. Um die Zweite und Dritte brauchen wir uns also im nächsten Jahr keine Sorgen zu machen.

Fazit: Die Erste wird das Jahr in der MTS-Liga nutzen, um sich zu regenerieren und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich allmählich auf die "Höhenluft" in der Landesklasse zu gewöhnen. Wenn dann auch die jahrelangen Stammspieler ihr normales schachliche Können abrufen, dürfte der direkte Wiederaufstieg durchaus möglich sein!



Abschlusstabellen

Sfr. Kelkheim 1 / Landesklasse Süd

Pl.Mannschaften 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MPBP
1.Ffm-West X 3 5 5 4 1543,5
2.Mörlenbach 2 5 X 5 1 6 5 1438
3.Bad Soden 3 3 X 6 1245
4.Flörsheim 7 X 2 4 3 4 6 1040,5
5.Steinbach      (Ab) 6 X 3 3 5 5 5 1038,5
6.Langen 2      (Auf) 3 ½ 4 5 X 4 6 5 1035,5
7.Eschborn      (Auf) 2 5 4 4 X 4 832
8.Kelkheim 1 4 3 X 3 6 533,5
9.Darmstadt 2 3 2 4 5 X 528,5
10.Bürstadt       (Auf) 4 3 2 2 3 3 2 X 124


Sfr. Kelkheim 2 / Bezirksklasse A

Pl.Mannschaften 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MPBP
1.Kelsterbach   (Ab) X 2 5 7 1647
2.Bad Soden 2 X 7 4 1547,5
3.Groß-Gerau   (Ab) 6 X 3 7 1447
4.Hofheim 4 3 5 X 5 1245
5. Kelkheim 2 (Auf) 1 1 ½ X 5 6 829,5
6.Taunus 4 X 3 4 4 733,5
7.Goldstein      (Auf) 3 5 X 5 630
8.Eschborn 2 4 3 X 526,5
9.Hattersheim 2 2 4 X 4 428
10.Kelsterbach 2 1 3 4 X 325


Sfr. Kelkheim 3 / Bezirksklasse C

Pl.Mannschaften 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MPBP
1.Mörfelden-W. (Ab) X 3 6 5 7 1645,5
2.Hattersheim 3 (Ab) 5 X 4 4 4 7 5 1345,5
3.Kelkheim 3 4 X 5 3 6 1340,5
4.Eschborn 3 3 X 4 3 6 8 1144
5.Rüsselsheim 2 4 5 4 X 5 5 1039
6.Nauheim 2    (Auf) 4 5 3 X 4 8 7 839,5
7.Ginsheim      (Auf) 1 X 4 5 ? 727,5
8.Bad Soden 5 (Auf) 2 3 2 3 4 4 X 7 634
9.Steinbach 3 3 ½ 2 0 3 X 5 221
10.Griesheim 2 1 0 1 ? 1 3 X 214,5


Einzelergebnisse

Nr.SpielerDWZ 12345 6789 Pkt.
1.Prof.Heitz,Ewald1770 --------  0/0
2.Matzies,Alexander2029 0½10 ½01k1k½ 4,5/9
3.Staiger,Frank2198 1½½0 00½½1 4/9
4.Dr.Fröhlich,Andreas1995 -1½0- 111½ 5/7
5.Tischer,Marcel1815 0000 1k½0½0 2/9
6.Berner,Manfred1870 11½½ ½½11k0 6/9
7.Gutacker,Stephan1838 ½00½ 1½1½½ 4,5/9
8.Kirschner,Philipp1617 010- 0-½1½ 3/7
9.Thalheimer,Stefan1871 ½11½ (0)½½(0)0 4/7
10.Miller,Justin1654 ½01- 0½-½0 2,5/7
11.Lange,Martin1745 ½½1½ 1000- 3,5/8
12.Erbach,Markus1601 1½1(0) 001½½ 4,5/8
13.Dr.Malnig,Faust1624 0000 00101 2/9
14.Hennig,Joshua1530 ½-½0 10(0)00 2/7
15.Walther,Hansjörg1579 -11-0 01-0 3/6
16.Linden,Andreas1602 ½1½0 0½1(0)1 4,5/8
17.Lange,Lars1476 1110 ½½0½1 5,5/9
18.Boethelt,K.-D.1508 101(0) (0)(0)½00 2,5/6
19.Staiger,Maximilian1580 1--0- ---½ 1,5/3
20.Hassel,Fabian1465 ½---(0) ---- 0,5/1
21.Unverzagt,Daniel1304 (0)-(0)(0)- --(0)- 0/0
22.Bender,Leon1470 1111 11k1k-½ 7,5/8
23.Wölfinger,Pascal1360 ½--1- ½0-½ 2,5/5
24.Sasse,Harald1494 (0)---- ---- 0/0
25.Trösch,Walter1456 ½111 ½½½10 6/9
26.Findeis,Gerhard1262 -1-11 1½00 4,5/7
27.Klems,Robert1218 -(0)11 1000- 3/6
28.Ferdinand,Rolf1249 1k010 11½½0 5/9
29.Bollerhey,Gerhard1093 -10½ 11010 4,5/8
30.Scheithauer,Dominik1082 1k001 01½11 5,5/9
31.Deutscher,Hartmut1031 -0--- ---- 0/1
32.Winter,MagnusRest ----- --1- 1/1



9. Spieltag (17.04.16)

 Kelkheim 1 -Steinbach 1 3 : 5
 Kelkheim 2 -Taunus 1 3½ : 4½
 Kelkheim 3 -Mörfelden-Walldorf 1 2½ : 5½

Andreas' Spielbericht der Zweiten:

Hier ist der letzte Bericht für die Saison 2015/2016. Am letzten Spieltag gegen Sfr. Taunus entwickelten sich am Anfang eher ruhige und abwartende Partien. Für beide ging es um nichts und das merkte man den Partien an. Nur bei Lars konnte man früh eine Tendenz - bei einem Mehrbauer - erkennen, ansonsten versuchte Markus sich in Angriffsposition zu bringen, Thali hatte einen Minusbauer, aber da machte ich mir noch keine Gedanken.
Lars spielte wie die ganze Saison sehr geschickt und brachte seine Türme auf die 2te Reihe und das war der erste Siegpunkt. KD hatte dafür 2 Bauern weniger und eine schlechtere Stellung. Faust gewann eine Figur oder vielleicht war es ein Opfer gegen 2 Bauern. Hansjörg hatte eine gute Stellung, die eher gewonnen als verloren war. Aber er schluckte einen vergifteten Bauern und konnte sich dann gegen ein drohendes Matt nicht mehr verteidigen. Zur selben Zeit gab auch KD auf und auch Joshua hatte auf einmal einen Bauern weniger und sein Gegner zog den h-Bauer durch. Anschließend war auch die Stellung bei Thali kaputt. Seine offene Königslinie war einfach zu viel. Somit stand es auf einmal 1 zu 4. Da aber Faust und ich besser standen und Markus eine Remis Partie hatte, bot ich ein 3,5 zu 4,5 an. Das wurde abgelehnt und dann mussten alle noch ein wenig spielen. Faust sammelte noch einige Bauern ein, blockierte den einzigen Freibauern des Gegners und holte dann mit schwarz seinen Siegpunkt. Ich konnte dank eines Bauernvorstosses auf e4 Vorteile und Mehrmaterial erlangen. Bei der knappen Zeit musste ich mich dann noch einige Angriffen gegen meinen König erwehren, aber das passte und nach Abtausch einiger Schwerfiguren war die Partie gewonnen. Bei Markus war auch nichts drinnen, so dass es dann doch nach einiger Zeit die knappe Niederlage feststand.
Fazit: Gegen die Mannschaften gegen die wir gewinnen mussten, haben wir gewonnen. Gegen die Top 4 gab es gewaltige Klatschen. Das sieht man auch an den Einzelergebnissen, da nur 4 Spieler die 50% übertrafen. Gott sei Dank zählen nicht die Brettpunkte, sondern die Mannschaftspunkte. Für die nächste Saison, die ja gewöhnlich viel schwieriger wird und viele Mannschaften dann absteigen, müssen wir uns auf allen Brettpaaren stabilisieren, hohe Niederlagen vermeiden und da weitermachen wo wir aufgehört haben.



8. Spieltag (06.03.16)

Manfreds Spielbericht der Ersten:

Wir machten uns mit gemischten Gefühlen auf die 75-km-Reise nach Bürstadt, denn nur mit einem Sieg konnten wir unsere Chancen auf den Klassenerhalt wahren.
Die Begegnung begann dann mit einem Kuriosum: Der an Brett 4 nominierte Spieler unseres Gegners kam etwas später und begann seine Partie irrtümlicherweise an Brett 5, das ebenfalls noch unbesetzt war. Nachdem er seinen Irrtum bemerkt hatte, wurde dies nun zu einem Fall für Frank, den Wettkampfleiter am heutigen Tage. Er entschied salomonisch und gab den Punkt an Brett 5 (das laut Bürstadt eh unbesetzt bleiben sollte) für Kelkheim und gestattete dem "Irrläufer" am Brett 4 Platz zu nehmen, für das er aufgestellt war.
Da Bürstadt auch das erste Brett frei gelassen hatte, konnte ich mit Alex eine gemütliche Stadtbesichtigung machen.
Wir gingen davon aus, dass bei unserer Rückkehr noch nicht viel passiert sein würde. Das war jedoch ein Irrtum. Frank hatte zwar das extrem frühzeitige Remisangebot seines Gegners abgelehnt, nun aber doch eingewilligt, da die Partie recht ereignislos verlief und der Stand von 2:0 kein unnötiges Risiko erforderte. Andreas hatte inzwischen - wie von ihm gewohnt - bei heterogenen Rochaden den gegnerischen König mit einfach aussehenden, aber sehr wirkungsvollen Zügen attackiert und seinen Gegner zur Aufgabe gezwungen.
Nun kam die Stunde von Phillip. Er hatte mit Weiß spielend seine Figuren wie ein "alter Hase" raumgreifend postiert und musste nur noch zum entscheidenden Schlag ausholen (siehe Diagramm).














LK Süd, SF Bürstadt - Sfr. Kelkheim

Philipp Kirschner - Mario Winkler

Es gab mehrere Varianten, Phillip wählte die eleganteste und opferte seine Dame gegen einen Springer, um aus den folgenden Verwicklungen mit einer glatten Mehrfigur heraus zu kommen. Eine prima Leistung!
Damit stand es 4,5:0,5 und der Mannschaftskampf war zu unseren Gunsten entschieden. Allerdings erlahmte nun auch der Kampfgeist aller anderen Spieler und (fast) im Minutentakt einigte man sich auf Remis zum Endstand von 6:2.
Wir konnten mit den angestrebten zwei Mannschaftspunkten nach Hause fahren und müssen nun in 5 Wochen in der letzten Runde noch einmal konzentriert an die Bretter gehen.

 Bürstadt 1 -Kelkheim 1 2 : 6
 Bad Soden 2 -Kelkheim 2 7 : 1
 Bad Soden 5 -Kelkheim 3 3½ : 4½

Lageeinschätzung vor der Schlussrunde:

Mit dem knappen Sieg gegen Bad Soden 5 hat die Dritte den zweiten Tabellenplatz verteidigt, ist aber im entscheidenden Match gegen Mörfelden klarer Außenseiter. Aber da das Saisonziel war, bis zum Ende oben mitzumischen und der Aufstieg nur ein erfreulicher Bonus wäre, ist bereits jetzt eine starke Saison der Dritten zu konstatieren. (Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Dritte aufgrund der dünnen Spielerdecke fast immer zu siebt an die Bretter gehen musste...)

Die Zweite ist vor der Schlussrunde jenseits von Gut und Böse und stellt alleine das Mittelfeld der Bezirksklasse A dar. Der 5. Tabellenplatz ist fix und das Saisonziel damit auch bereits erreicht. Bravo!

Für die Erste war es die erwartet schwere Saison und es gab einige unglückliche (unnötige) Niederlagen, sodass wir ab der 7. Runde unter Gewinnzwang waren. Seither läuft es aber ausgezeichnet und offensichtlich benötigen wir diesen Druck, um gut zu spielen.
Leider waren viele Ergebnisse der 8. Runde für uns negativ, sodass wir selbst bei einem Sieg in der Schlussrunde nicht sicher "drin" bleiben. Immerhin wissen wir, dass uns im Spiel gegen Steinbach 1 ein 4:4 wenig hilft und wir können alles versuchen, um mit einem Sieg zumindest eine gute Chance auf den Klassenerhalt zu haben.



7. Spieltag (14.02.16)

Spielbericht der Ersten von Alex

Es galt heute, die letzte Chance auf den Klassenerhalt mit einem Sieg gegen den SC Eschborn zu nutzen. Eschborn trat mit nur sieben Spielern an, so dass Alex den Punkt und das Recht, den Spielbericht zu schreiben, gratis ergatterte.
An den gespielten Brettern wurde zumeist positionell aufgebaut. Nur Andreas sah sich einem direkten Angriff ausgesetzt, den er aber sehenswert kontern konnte, und er nahm einen Stellungsvorteil ins Mittelspiel mit. Marcels Aufbau mit Schwarz war heute zu passiv. Sein Gegner schob den F-Bauern bis nach f6 und beendete die Partie mit einem schönen Damenopfer. Stephan konnte das aber sogleich wettmachen: Mit einer Springergabel knackte er die gegnerische Bastion.
Philipp spielte heute sehr solide und hatte die gesamte Partie eine angenehme Stellung, die letztlich in einem ausgeglichenen Turmendspiel Remis endete. Die restlichen Partien waren mehr oder weniger ausgeglichen. Andreas hatte inzwischen in ein vorteilhaftes Endspiel abgewickelt und ihm gelang der wichtige Sieg zur 3,5:1,5 Führung.
Nun galt es, in der Zeitnotphase die Nerven zu behalten. Frank erspielte sich in einer offenen Stellung einen Freibauern. Um ihn zu behalten, opferte er die Qualität. Der Gegner stoppte den Freibauern, konnte so aber nicht mehr auf Gewinn spielen. Die Partie endete Remis; ebenso spielte Stefan. Zwar hatte er gewisse Stellungsvorteile, aber es war der entscheidende halbe Punkt zum 4,5:2,5.
Manfred stand zu diesem Zeitpunkt im Endspiel sehr schlecht. Er hatte einen Bauern weniger und musste die Stellung verteidigen. Dann aber konnte er eine freie Turmlinie erobern und gewann auch durch Mithilfe seines Gegners zwei Bauern. Dadurch wurde der Mannschaftssieg noch etwas deutlicher (5,5:2,5).
Nun stehen uns an den letzten beiden Spieltagen noch zwei Endspiele bevor, die beide gewonnen werden müssen. Bürstadt lautet unser Gegner am nächsten Spieltag.

 Kelkheim 1 -Eschborn 1 5½ : 2½
 Kelkheim 2 -Eschborn 2 4½ : 2½
 Kelkheim 3 -Rüsselsheim 2 3 : 5

Kommentar von Andreas zum Sieg der Zweiten:

Heute ging es gegen Eschborn 2 - eine Mannschaft auf Augenhöhe - nach den herben Schlappen gegen die Aufstiegskandidaten. Beide Mannschaften sind nur mit 7 Spielern angetreten und da beide Spielführer das 4. Brett leer ließen, fingen wir mit einem 0 zu 0 bei 7 Spielen an.
Es entwickelten sich spannende Spiele mit kleinen Vorteilen auf unserer Seite, nur die Partien von Lars und Martin waren sehr gedrückt und am Anfang auch sehr identisch. Ich glaube nach einer Stunde waren die Stellungen fast identisch - also spielte auch die beiden Eschborner die gleiche Eröffnung oder sie haben einfach abgeschaut. KD spielte am schnellsten, wickelte die Partie im 5 Minuten Blitzstil ins Springerendspiel ab und dann ins Remis. Sein Gegner stand ihm aber im nichts nach.
Martin stand glaube ich nie wirklich gut und seine Figuren wollten nicht miteinander spielen. Bei Lars war es ähnlich und es kostete eine Figur und auch im Damenendspiel gab es keine Möglichkeiten von Dauerschach. Bei Martin entschied ein Freibauer dann die Partie. Das waren aber die einzigen beiden Niederlagen.
Markus nutzte die g-Linie und verdoppelte seine Türme, tauschte diese gegen die Damen und sammelte dann einige Bauern und einen Turm ein. Das war ein schön herausgespielter Sieg. Hansjörg nutze gleich in der Eröffnung einen Fehler und stellte seinen Läufer auf f7, damit gab es keine Rochade bei seinem Gegner und bis zum Endspiel war er nur am verteidigen. Hansjörg nutzte seinen Vorteil und opferte eine Figur um dann im Endspiel 4 Mehrbauern zu haben, die er auf einigen Umwegen zum Sieg führt - nach dem Motto 4-3-2 Sieg.
Ich hatte wie immer die wenigsten Züge und lange Zeit die meisten Figuren auf dem Brett. Mir gelang es aber am Damenflügel die a-b-c Bauern nach vorne zu schieben und der b-Bauer brachte es bis nach b1 zur Dame - 2 Damen hatte ich noch nie in einem Mannschaftskampf. Die war gleich weg, aber dafür hatte ich einen Turm mehr und nachdem ich die Stellung absicherte gab mein Gegner auf. Faust nutze im Mittelspiel eine Fesselung um einen Bauern zu gewinnen und im Anschluss die offenen Linien um seine Türme auf die 2te Reihe zu bringen. Dann übersah er einige Vereinfachungen, aber nachdem er noch einige Bauern einsammelte führte er die Partie zum letzten Sieg.
Mit 8 Mannschaftspunkten sollte uns nichts mehr passieren und wir werden auch nächstes Jahr in der Bezirksklasse A spielen - das ist eine super Leistung.

Zur 3. Mannschaft:
Heute ging es gegen Rüsselsheim, das nach DWZ leicht stärker aufgestellt war. Das Ergebnis war eine 3 zu 5 Niederlage. Auffällig war nur, dass der beste Spieler nicht gegen Leon spielen wollte und sie das 1te Brett kampflos abgaben. Zu den anderen Partien kann ich nichts sagen. Aber der Aufstieg ist immer noch in unseren Händen und möglich. Die 3. Mannschaft ist nicht abhängig von anderen Mannschaften und muss nur weiter so spielen dann klappt das.



6. Spieltag (31.01.16)

Manfreds Kommentar zum Spiel der Ersten:

Am heutigen Spieltag mussten wir als Abstiegskandidat gegen den Tabellenführer antreten. Trotz dieser scheinbar klaren Angelegenheit entwickelte sich ein sehr spannender Kampf - leider mit unglücklichem Ausgang für uns. Doch der Reihe nach:
Nach ca. 3 Stunden machten Thali und ich jeweils relativ schnell remis, da es an den anderen Brettern durchwegs gut bis sehr gut aussah. Leider änderte sich das dann bald. Frank konnte seinen Mehrbauern nicht verwerten und geriet dann sogar in eine Verluststellung, die er nicht mehr halten konnte. Andreas stellte dann gleich wieder den Gleichstand her, als seinem Gegner ein taktisches Versehen unterlief und ihm die Qualität und ein Bauer verloren gingen.
Marcel spielte sehr stark und konnte in ein völlig ausgeglichenes Endspiel abwickeln. Stephan hatte eine sehr komplizierte Stellung auf dem Brett, die manchmal für ihn, manchmal für seinen Gegner vorteilhafter aussah. Zum Schluss waren wohl beide froh, dass die Partie in einem Remis durch Dauerschach endete. Stand nach vier Stunden: 3:3.
Alex konnte in einer sehr komplexen Stellung seinen Vorteil leider nicht behaupten und geriet nach unübersichtlichen Verwicklungen in ein Endspiel, in dem sein Gegner seinen entfernten Frei- und Mehrbauern zielstrebig zum Sieg vorwärts getrieben hat.
Justin stand immer noch auf Gewinn, so dass er durch einen Sieg die Möglichkeit hatte, uns einen Mannschaftspunkt zu retten. Doch in der sechsten Spielstunde fehlte ihm dann die Konzentration, die Partie siegreich zu Ende zu führen und er musste ins Remis einwilligen.
So hat es auch diesmal nur zu 3,5 Punkten gereicht, so dass die Luft immer dünner wird. Mit Siegen in den letzten drei Runden ist theoretisch der Klassenerhalt noch möglich. Das heißt: Wir dürfen noch nicht aufgeben!

 Ffm-West 1 -Kelkheim 1 4½ : 3½
 Groß-Gerau 1 -Kelkheim 2 7 : 1
 Steinbach 3 -Kelkheim 3 2 : 6

Andreas' Spielbericht der Zweiten:

Gestern in Groß-Gerau haben wir eine Klatsche erhalten, das müssen wir ehrlich eingestehen. Allerdings haben alle an den ersten 5 Brettern gegen Gegner gespielt, die eine um die 200 bessere DWZ hatten. Und so sind die Spiele dann leider auch alle gelaufen. Allerdings war der Kampfgeist bei allen genial und es wurde bis zu Letzt gekämpft.
Markus am ersten Brett versucht einem Angriff mit einem Konter zu begegnen. Das Ergebnis war ein Endspiel mit einem Bauern weniger und T gegen S und L. Die Zeitkontrolle hat er mit einer Punktlandung erreicht und das mit einer Ruhe, die beeindruckend war. Das Endspiel war dann, trotz langem Kampf, verloren. Bei Martin war es ähnlich. Er stand nicht wirklich gut und sein Konter kostete eine Qualität. So kämpfte er im Endspiel mit einer Qualität weniger gegen zwei Freibauern am Damenflügel. Faust erwischte wie immer einen stärkeren Gegner und konnte sich nie wirklich befreien. Auch hier war eine Qualität weg und die gegnerischen Freibauern liefen los. Während an den ersten drei Brettern ein sehr ähnliches Spielmuster ablief, war die Partie von Joshua sehenswert. Im Königsgambit opferte er eine Figur und bekam einen schönen Angriff. Ich hatte erwartet, dass er sein Material mit Zinsen zurückbekam, aber leider verlor er im Überschwang noch eine Leichtfigur. Dann schob er seine drei Freibauern vor und bekam sie bis zur 2. bzw. 3. Reihe, aber dann ging ihm doch die Puste aus und mit einem Turm gegen T+S+L war nichts zu retten. Am Ende spielten alle bis in die Verlängerungen hinein. Kurz vor 19:00 gaben dann alle nach und nach auf.
Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Hansjörg schon seine Partie verloren. Sein Läufer stand sehr schlecht, so dass er ihn gegen zwei Bauern tauschte, aber leider war auch dieser Nachteil nach Damentausch nicht mehr zu kompensieren. Viel mehr Partien konnten wir nicht mehr verlieren, da wir auch noch ein kampfloses Brett abgaben.
Lars und ich einigten uns mit unseren Gegner auf remis. Bei Lars entstand ein typisches Remis-Endspiel mit ungleichen Läufern bei einem Freibauer für Lars. Ich hatte zwar eine unklare Stellung, aber ich nahm das Remisangebot an, da ich zu dem Zeitpunkt dachte, dass wir noch den einen oder anderen Punkt holen würden und somit die Niederlage in Grenzen bleiben würde.
Nachdem wir nun gegen die Absteiger aus der MTS-Liga keine Punkte geholt haben, was zu erwarten war, sollten wir in den letzten drei Runden die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt holen.

Die Dritte erledigte ihre Pflichtaufgabe gegen den Tabellenvorletzten dagegen souverän und bleibt auch nach der 6. Runde am Drücker. Laut Ligaorakel ist ein Aufstieg kaum mehr zu vermeiden...



5. Spieltag (17.01.16)

Manfreds Spielbericht der Ersten:

Ziel des heutigen Spieltages war, unseren Tabellennachbarn aus Darmstadt durch einen Sieg einzuholen. Es fing auch gut an, denn die Darmstädter mussten - krankheitsbedingt - ein Brett frei lassen, so dass Marcel nach einer Stunde einen kampflosen Punkt verbuchen konnte. Das sollte jedoch für lange Zeit der einzige Lichtblick sein.
An allen Brettern entwickelten sich sehr spannende und kampfbetonte Partien. Dann ging es jedoch Schlag auf Schlag: Philipp verrechnete sich beim Versuch, einen Bauern zu gewinnen und es gingen sogar zwei Bauern verloren. Das Turmendspiel war dann nicht mehr zu halten. Justin und Markus hatten jeweils hoffnungsvolle Angriffsstellungen aufgebaut. Ihre Gegner verteidigten sich jedoch sehr umsichtig und gingen ihrerseits in die Offensive, so dass beide kurz hintereinander ihre Partien aufgeben mussten.
Damit stand es 1:3 und die letzten 4 Partien mussten die Entscheidung bringen.
Ich konnte meine Partie aus sehr passiver Position mit großer Mühe gerade noch remis halten. Stephans Gegner hatte 3 Bauern in seinen Angriff gesteckt. Stephan neutralisierte jedoch sehr geschickt die gegnerische Initiative. Und als diese verpufft war gab sein Gegner auf.
Nun lag es an Frank und Alex, die notwendigen Punkte zum möglichen Sieg zu holen. Beide hatten einen leichten Stellungsvorteil. Frank verbrauchte auf der Suche nach einem Gewinnweg sehr viel Bedenkzeit, die ihm dann im spannenden und zweischneidigen Finale fehlte. Sein Gegner sah ein schönes Springermanöver, mit dem er Franks König matt setzen konnte.
Damit war das Endergebnis bereits besiegelt und Alex konnte seine Partie remis geben. Endstand: 3:5.
Mit diesem Ergebnis ist der Klassenerhalt theoretisch noch möglich, praktisch jedoch ziemlich unwahrscheinlich geworden.

 Kelkheim 1 -Darmstadt 2 3 : 5
 Kelkheim 2 -Kelsterbach 1 2½ : 5½
 Kelkheim 3 -Ginsheim 1 5½ : 2½

Kommentare zu den Spielen der Zweiten und Dritten von Andreas:

Auch wenn es gestern nicht für alle Mannschaften gut lief, hier mein Bericht – das haben sich alle Spieler verdient.
Die 2. Mannschaft konnte leider nur mit 6 Spielern antreten. Dafür hat sie sich aber sehr gut geschlagen und tapfer gekämpft. Das Ergebnis mit 2,5 zu 5,5 fiel auch zu deutlich aus und bei optimalem Verlauf wäre ein Punkt mehr drinnen gewesen. Aber der Reihe nach:
Faust musste am 2. Brett ran, spielte eine gute Partie und hielt die Stellung lange Zeit offen. Aber dann gab es wohl eine kurze Konzentrationslücke und dann waren Figuren weg und die Partie später verloren. Martin spielte eine flotte Partie und es ging gleich ins Endspiel mit 2S, 2T und gleiche Anzahl Bauern auf beiden Seiten. Seine Bauernstellung war ungünstiger und seine Figuren spielten nicht optimal zusammen. Martin aktivierte daraufhin seine einzig mögliche Figur – den schwarzen König. Wie der König auf f3 stand hatte ich Angst, dass er in ein Mattnetz läuft, aber auf g2 gab sein Gegner auf. Das muss mir Martin noch erklären, auf die Schnelle habe ich den Grund für den Sieg nicht gesehen. Das war ein Punkt aus der Kategorie „Clever“.
Joshua spielte eine souveräne Partie und lies nichts anbrennen. Eine ausgeglichene Partie in der er die erste Chance nutzte und die offenen Linien mit seinen Schwerfiguren besetzte. Das war der 2te Gewinnpunkt. Ich konnte meine Stellung auch lange ausgeglichen halten. Für Gegenspiel versuchte ich die Linien zu öffnen und nahm dafür einen Isolani in Kauf. Es entwickelte sich dann einen Kampf um diesen Isolani und in Zeitnot übersah ich eine Fesselung, die dann den Verlust dieses Bauern zu Folge hatte. Ich kämpfte noch 1,5 Stunden länger, aber dann war auch diese Partie verloren.
Hansjörg hatte eher eine offene Stellung, in der er wie gewohnt auf Angriff spielte, aber sein Gegner bekam Gegenspiel und einen starken Läufer. Im Schach fasste er seinen Turm an und als er das merke, reklamierten die Mitspieler seines Gegners auf „berührt geführt“ (obwohl sein Gegner nicht darauf bestanden hätte) und dann gab er auf. Man muss auch ehrlich sein, dass er dann eine Qualität weniger gehabt hätte, aber ohne das, hatte die Stellung zu diesem Zeitpunkt eine starke Tendenz zum Verlust. Am letzten Brett spielte Lars echt klasse und erkämpfte sich Material Vorteile. Im Endspiel musste er aber immer aufpassen und es reichte dann leider nicht zum Siegpunkt. Er einigte sich gerechterweise mit seinem Gegner auf remis.
Gegen den Absteiger mussten wir als Aufsteiger nicht gewinnen. Wir sind im grünen Bereich und es kommen auch wieder Gegner die wir schlagen können und werden.

Und noch einige Kommentare zu SFK 3: Die 3. Mannschaft hat wie gewohnt am Sonntag toll gespielt und einen souveränen Sieg eingespielt. Alle Spieler kämpften toll und haben starke Partien mit schönen Kombinationen und Opfern gespielt. Leon engte seiner Gegner so ein, dass er den Mehrplatz auf dem Brett nutze und den positionellen Vorteil sicher zum Sieg umsetze. Walter spielte sicher und erkämpfte sich ein Remis. Beide Gerhards spielten famos und voll auf Angriff. Das Ergebnis waren 2 Siegpunkte. Robert stand dem in nichts nach und führte sein Mehrmaterial nach tollem Angriff sicher zum Siegpunkt. Rolf spielte am längste und sicherte den letzten Siegpunkt. Dominik verlor leider, aber er spielte eine saubere Partie und beim nächsten Mal klappt es.



4. Spieltag (06.12.15)

 Bad Soden 1 -Kelkheim 1 6½ : 1½
 Hofheim 4 -Kelkheim 2 7½ : ½ *
 Griesheim 2 -Kelkheim 3 2½ : 5½

* Das Ergebnis unserer Zweiten wurde vom Turnierleiter aufgrund einer fehlerhaften Aufstellung von dem ursprünglich erspielten 6½ : 1½ noch weiter "verschlimmbessert"...

Ein Spieltag ohne Worte...



3. Spieltag (22.11.15)

Auch gegen das starke Team aus Mörlenbach waren wir wieder in der Außenseiter-Rolle, fühlten uns darin aber recht wohl und kamen gut ins Match - nur bei Marcel war die Partie aus den Fugen geraten und er mit Minusqualität + Bauer schnell hoffnungslos zurück.
Andreas hatte den gegnerischen Anzugsvorteil problemlos ausgeglichen und nach dem Damentausch verflachte die Partie schnell ins Remis. Somit ½:½ und eine verlorene Partie, doch bei Alex und Justin sah es gut aus. Entsprechend lehnte Alex, der gesundheitlich leicht angeschlagen ins Match gegangen war, sich aber toll reinkämpfte, ein Remisangebot ab und gab Gas.
Justin hatte seinen Kontrahenten völlig überspielt und glich das Match wieder aus. Ich einigte mich dann in etwas gedrückter Stellung auf Remis und Alex brachte uns nach astreiner Leistung mit 3:2 in Front. Es roch nach zwei Mannschaftspunkten, denn während Stephan unter Druck war, spielten Philipp und Manfred um Vorteil.
Bei Philipp war dann auf einmal ein Bauer weg - das Endspiel bei S+3B gegen L+4B aber eindeutig Remis, während Manfred sich einen gedeckten Freibauern verschafft hatte und geschickt in ein klar vorteilhaftes bis gewonnenes Turmendspiel abwickelte.
Als Stephans Gegner dann einen Turm einparkte, schien alles für uns zu laufen, doch plötzlich war der Wurm drin...
Es zeigte sich, dass Stephans König derart exponiert war, dass die Stellung trotz Materialübergewicht nicht zu halten war. Er fand zwar noch einen Weg, unter Materialopfer eine Dauerschachdrohung aufzustellen, doch sein Kontrahent saß leider am längeren Hebel und zauberte eine Kombination aufs Brett, nach der er einiges Material unter Schachgeboten einsammelte und ihm letztlich bei Dame gegen Turm + Läufer ein einziger Bauer den Gewinn sicherte.
Dann übersah Philipp, nach bis dahin gutem Spiel, eine Bauerngabel und gab sofort auf. Damit 3:4 und der erste Mannschaftspunkt ging flöten. Doch da Manfred sein Turmendspiel hervorragend behandelte sollte dieser auch sicher sein.
Als alle Umstehenden dann nach der Zeitkontrolle den 3-zügigen Gewinn durch Bauernumwandlung bei Manfred sahen, war das Spiel eigentlich durch und das 4:4 gesichert - doch just in diesem Moment hatte Manfred einen Black-Out und sammelte statt dessen einen Bauern ein - wonach ihm ein Remisendspiel mit Mehrbauer blieb. Er versuchte zwar noch alles, um mehr heraus zu holen, doch sein Gegner gab sich keine Blöße mehr und so endete die Partie tatsächlich Remis.
Schade... dieses Match hätte einen riesengroßen Schritt weg vom Abstieg bringen können. Stattdessen stehen wir nun leider weiter mit dem Rücken zur Wand...

 Kelkheim 1 -Mörlenbach-Birkenau 2 3½ : 4½
 Kelkheim 2 -Hattersheim 2 6 : 2
 Kelkheim 3 -Eschborn 3 5 : 3

Andreas' Spielbericht der Zweiten und Dritten:

Es gab einen klaren 6:2 Sieg gegen Hattersheim, aber wenn wir ehrlich sind, war er zwei Punkte zu hoch. Aber der Reihe nach...
Relativ früh brachte uns Hansjörg in Front. Aus der Eröffnung heraus nutze er die offenen Linien und brachte seine Türme auf die siebte Reihe und uns den ersten Siegpunkt. Thali hatte eine verlorene Stellung. Sein König stand frei herum und alle Schwerfiguren hatten ihn im Visier. Aber ein Fehlzug reichte aus und Thali entschied die Partie für sich, da er die gegnerische Dame gewann und danach der Angriff keinen Durchschlag mehr hatte.
Als dann auch Joshua ein Remisangebot bekam, hatten wir schon 2½ Punkte auf dem Konto. Joshua hatte zwar einen Bauern weniger, den er im S gegen L Endspiel wieder zurückbekam und dann war das Remis unausweichlich. Das hat er geschickt gespielt und seinen Gegner entmutigt, der eigentlich auf Sieg spielen musste. Dann kann unsere einzige Niederlage, Faust gab nach 25 Zügen auf. Eigentlich sah es nicht schlecht aus, aber er hebt sich die Siege für die kommenden starken Gegner auf.
Da ich auf mich auf meine Partie konzentrierte habe ich nicht alles so mit mitbekommen. Ich hatte ja meine Partie quasi schon nach fünf Zügen weggeworfen, da ich nicht nur einen Bauern verlor sondern meine Stellung gleich eine Ruine verwandelte. Danach versuchte ich zu retten, was zu retten war. Aber ab da gab es nur noch positive Nachrichten:
Markus gewann seine Stellung und ich habe es gar nicht gesehen. Martin gewann einen Bauern, stelle den gegnerischen weißen Läufer ins Abseits und siegte dann leicht im Endspiel. Auch KD gewann, obwohl die Partie eigentlich Remis war. Ein Dauerschach nutze er nicht, was uns auch gereicht hätte, weil er wahrscheinlich den Gewinnweg schon in dieser Phase der Partie sah.
Damit war meine Partie die letzte und da ich Gegenspiel bekam und am Damenflügel angriff, bot ich halt mal remis an, was meine Gegnerin annahm. Die Stellung war unklar, obwohl sicherlich objektiv für mich verloren. Von der Zeit waren wir zwar die Letzten, aber dafür hatten wir auch nur 17 Züge gemacht.
Fazit: Die ganz starken Gegner kommen erst noch, aber wir haben die notwendigen Punkte gegen den Abstieg gesammelt, so dass wir ein gutes Polster haben. Vielleicht geht ja noch mehr!!

Hier mal ein großes Kompliment an die dritte Mannschaft, die trotz Ausfall eine klasse Mannschaftleistung mit sieben Spielern abgab. Lars hatte am ersten Brett einen starken Angriff zu parieren, was er klasse machte. Mit Lh2 gelang ihm die Befreiung und nach Damentausch waren die Mehrbauern der Gewinn.
Leon zerlegte seinen Gegner. Seine Figuren spielten perfekt zusammen und trieben den gegnerischen König ins Matt – wirklich gut. Walter gewann souverän, in dem er einen Freibauern ins Ziel brachte. Wie immer eine blitzsaubere Partie. Dominik verlor leider, aber seine Angriffsbemühungen waren sehenswert und brachten seinen Gegner in arge Bedrängnis, sodass der Figurenverlust vom Anfang der Partie die Entscheidung war – trotzdem Klasse! Gerhard B. verlor leider durch Zeit, ansonsten wäre sicherlich mehr drinnen gewesen.
Rolf und Robert gewann ihre Endspiele und das war dann der 5:3 Sieg. Robert spielte sauber, zwang seinen Gegner erst auf den Damenflügel, um einen Freibauern aufzuhalten und in der Zwischenzeit brachte er einen uneinholbaren Freibauer auf dem Königsflügel in Stellung.
Rolf schob seine zwei Freibauern im Turmendspiel Stück für Stück vor. Als seine Gegnerin dann eine überraschende Patt-Chance übersah, war ein Bauer endlich soweit und der letzte Sieg für heute unter Dach und Fach.
Fazit: Wie die Spieler der Dritten die Ausfälle in jeder Runde durch Kampfgeist egalisieren, ist großartig. Obwohl aufgrund vieler Ausfälle immer 1-2 Bretter unbesetzt bleiben mussten, ist man auch nach Runde 3 ungeschlagen und kann sorgenfrei nach vorne schauen...



2. Spieltag (08.11.15)

In Runde 2 der Mannschaftskämpfe stand das traditionell spannende Match gegen Flörsheim auf dem Programm, wobei wir uns gegen das zu Saisonbeginn deutlich verstärkte Team aus der Stadt am Untermain höchstens Außenseiterchancen ausrechneten.
Beide Teams gingen in Bestbesetzung an die Bretter und tasteten sich erst mal repektvoll ab. Nebenbei kam bei mir bereits nach acht Zügen ein Remisangebot an, das ich jedoch ablehnte - um ca. 30 Minuten und acht mäßig sinnvolle Züge meinerseits weiter nun selbst ein Remisangebot zu lancieren, nachdem ich von einer Besichtigung der übrigen Bretter mit positivem Gesamteindruck an mein Brett zurückgekehrt war. Nach kurzem Überlegen meines Gegners und Rücksprache mit seinem Teamchef wurde dann die erste Punkteteilung auf dem Spielbericht notiert.
Das nächste Resultat kam dann am 8. Brett, wo Justin nach der Eröffnung die Orientierung verlor und unter die Räder kam. Die übrigen Partien waren zu der Zeit noch in vollem Gange. Aber auch das nächste eingehende Ergebnis war wenig erfreulich, da Stephan eine Reihe ungenauer Züge eingestreut hatte und in der Folge kapitulieren musste.
Somit schien der Kampf nun doch deutlich gegen uns zu laufen - doch nach Andreas' positionell stark herausgespieltem Siegpunkt sowie Philipps erstem Sieg in der Landesklasse - nach Druckspiel bereits aus der Eröffnung heraus - zogen wir wieder gleich.
Die anschließende - nach eigenem Bekunden unnötige - Niederlage Marcels brachte zwar die Flörsheimer wieder in Front, doch Manfred nutzte eine suboptimale Abwicklung seines Gegners ins Endspiel geschickt zum Figurengewinn und gewonnenen Endspiel Turm+4B gegen Springer+3B. Am Spitzenbrett egalisierten sich die beidseitigen Drohungen und keine Seite konnte mehr auf Gewinn spielen, ohne zu überziehen. Somit Remis und 4:3 für Flörsheim.
Manfred gab dann die Qualle zurück - und als er die letzte "Gemeinheit" in Form einer Umwandlungskombination erkannt und umschifft hatte, war die Partie gelaufen und der nötige Sieg zur leistungsgerechten Punkteteilung für das Match eingefahren.
Ein Blick auf den Spielbericht offenbart einen üblen Tag für die Schwarzspieler: Zwei wackelige Remis und sechs Niederlagen ergeben ein klares Votum für den Anzugsvorteil. Aber das war letztlich zweitrangig - viel entscheidender war der ziemlich unerwartete Punktgewinn, der ein extrem wichtiges und hoffentlich richtungsweisendes Lebenszeichen der Kelkheimer Ersten im Kampf um den Klassenerhalt war...

 Flörsheim 1 -Kelkheim 1 4 : 4
 Goldstein 1 -Kelkheim 2 3 : 5
 Hattersheim 3 -Kelkheim 3 4 : 4

Kommentar von Andreas zum Match der Zweiten:

In Goldstein ist es immer schwer für uns. Und es fing gleich mit einer schnellen Niederlage bei Faust an. Es ging so schnell, dass ich nicht mal weiß, wie es geschah, aber sein Gegner Dr. Keilbar hat in den letzten Jahren immer gegen uns gewonnen. Dafür hat dann auch Thali genauso schnell gewonnen, ohne dass ich sah wie.
Bei den anderen Partien sah es schon eher nach Langpartien aus. Wir konnten zwar vereinzelte Bauern einsammeln, aber die wurden an den verschiedenen Brettern auch wieder zurückgegeben. Hansjörg spielte flott und befand sich im L gegen S Endspiel. Als sein Gegner dann gierig einen Bauern fraß, hatte der S auch kein Feld mehr. Hansjörg wählte zwar eine andere Abwicklung, aber am Ende gewann er den Springer und dann auch die Partie.
Markus ging auf Angriff und mit einer halboffenen h-Linie und seinem Läufer auf h6 sicherlich auch mit Chancen. Sein König stand auch wenig offen und nachdem dann einige Figuren getauscht wurden, einigten sich beide auf remis. Das war gut für uns, da zu diesem Zeitpunkt zwei Partien vorteilhaft für uns standen.
KD übte auf der c-Linie starken Druck aus, aber er kam damit nicht durch. Als die Partie ins Endspiel ging, waren auf einmal zwei Bauern weg und die Partie nicht zu halten. Es versuchte noch alles, aber die Partie ging an Goldstein. Lars verteidigte sich die ganze Zeit, aber sein Gegner achtete dabei nicht auf seine Bauern. Lars hatte zwei mehr und mit der Zeit auch die bessere Stellung. Wie es dann zum Sieg kam, habe ich nicht gesehen, aber mit 3½:2½ lagen wir in Front.
Martin spielte offensiv und brachte einen Bauer bis auf e3. Nur dann war er auch weg und danach wurde seine Partie echt schwierig und er versuchte jede Kleinigkeit zu nutzen. Ich konnte in der Eröffnung früh Leichtfiguren tauschen, so dass mein Gegner auf einmal zwei Doppelbauern hatte. Da war ich schon beruhigt, weil ich mir sicher war, diesen positionellen Vorteil spätestens im Endspiel zu nutzen. Mein Gegner nutze dafür die offene g-Linie zum Angriff, nur baute er seinen Turm ein, so dass er diesen mit einem Springeropfer retten konnte. Dann hieß es, verteidigen, alle Drohungen erkennen und im Endspiel den Vorteil nutzen. So kam es auch und ich steuerte den Siegpunkt bei. Darauf einigten sich auch Martin mit seinen Gegner auf remis, obwohl Martin sicherlich nach weiteren 2 Stunden und 50 Zügen verloren hätte.
Fazit: Mit 4 Punkten ein optimaler Start und wir sollten diesen Vorteil jetzt ausbauen!!



1. Spieltag (27.09.15)

Während die Zweite und Dritte Mannschaft ihre Auftaktaufgaben recht sicher meisterten, kam es bei der Ersten wie befürchtet: Durch kleine Nachlässigkeiten und Überseher kamen wir ins Hintertreffen und das war am Ende nicht mehr auszubügeln. Doch der Reihe nach:
Der Kampf gegen die Langener Reserve begann etwas konfus, bis allen Akteuren der neue Zeit-Modus klar und die Uhren entsprechend eingestellt waren. Dann beruhigte sich der Wettkampf und es entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe bei dem lange keine großen Vorteile für eine Seite zu entdecken waren.
Philipp hatte einen gut präparierten Gegner vor sich, der eine kritische Variante einen Zug länger kannte - wodurch er etwas unter Druck kam. Er fand eine brauchbare Abwicklung und konnte wieder ausgleichen - doch just in diesem Moment baute er seine zweite Ungenauigkeit ein und danach war die Partie nicht mehr zu retten.
Während Martins Partie ins Remis verflachte, wickelte Marcel ungenau ins Endspiel ab, was ihn einen Bauern kostete. Vor die Wahl gestellt, ob er in ein Springer- oder Turmendspiel gehen wollte, entschied er sich für das Springerendspiel - was angesichts des Minusbauern wohl auch eine zweifelhafte Entscheidung war. Sein Gegner baute den Vorteil in der Folge aus und gewann leicht.
Etwas Anlass zur Hoffnung gab dann Manfred, der nach dem Motto "neue Saison - neues Glück" seinem Stil treu blieb und mit seinem "bewährten Stiefel", sprich der Knetmassage leicht besserer Stellungen, endlich mal wieder einen schön heraus gespielten Erfolg verbuchen konnte.
Beim Zwischenstand von 1½:2½ bekam Alex ein Remisangebot, doch er hatte ein aussichtsreiches Doppelturmendspiel und da die anderen Partien wenig Aussicht auf sichere Punkte aufwiesen, spielte er weiter. Unter Bauernopfer drang er auf die 7. Reihe ein und gewann auch zwei Bauern zurück - übersah dabei jedoch eine entscheidende Gegendrohung, wonach die Partie sofort um war. Hätte er die gleiche Abwicklung ein paar Züge später gespielt und erst die Position seines Königs verbessert, so wäre der Punkt wohl bei ihm gelandet...
Leider erwies sich dies in der Folge als entscheidender Punkt des Matches, denn ich konnte zwar nach erfolgreicher Zeitkontrolle die Partie am Spitzenbrett noch für mich entscheiden, doch sowohl bei Stephan als auch bei Justin kam aus ihren leicht besseren Partien trotz größtem Bemühen letztlich nur je ein halber Punkt heraus.
Somit stand die knappe 3½:4½ Niederlage gegen die DWZ-mäßig etwas hinter uns eingestuften Langener fest und wir stehen schon nach dem ersten Spieltag wieder in der leider allzu bekannten Situation - nämlich mit dem Rücken zur Wand...

 Kelkheim 1 -Langen 2 3½ : 4½
 Kelkheim 2 -Kelsterbach 2 5½ : 2½
 Kelkheim 3 -Nauheim 2 4½ : 2½

Andreas' Spielbericht der Zweiten:

Es entwickelte sich von Anfang an interessante Partien, wo es scheinbar eher um positionelle Vorteile ging - halt eben auf Augenhöhe.
Markus erarbeitete sich Vorteile und nach einem Fehlzug seines Gegners konnte er eine Springergabel ansetzen mit sofortigen Gewinn. Der Springer griff König und Dame an und konnte selber wegen Matt nicht geschlagen werden. Klasse gesehen!
Anschließend übersah Faust eine Kleinigkeit und musste aufgeben. Für seine erste schwarze Partie seit langem hat er aber sehr gut gespielt und nur unglücklich verloren.
Bei den anderen Partien hatten wir kleine Vorteile, wie den einen oder anderen Mehrbauern. Nur meine Partie war kritisch und ich musste viele Drohungen abwehren. Letztendlich gelang mir das gut, nur einmal habe ich nicht lang genug gerechnet und verlor in der Abwicklung dann die Qualität.
Maxi baute seine Vorteile wie offene Linien und aktivere Figuren aus, gewann einen Bauern und der war der Gewinn - eine saubere Partie ohne Fehl und Tadel. Lars hingegen stand defensiv und hatte einen Bauern am Damenflügel weniger, aber danach spielten seine Figuren viel besser zusammen und dann bekam er den Bauern zurück und später noch einen weiteren dazu. Am Ende übersah sein Gegner eine Gabel und gab dann auf.
Bei Joshua stand seine Dame ein wenig abseits, aber der schwarze Angriff kam nicht voran obwohl alle Schwerfiguren am Königsflügel waren. Bei Thali stand eine komplizierte Stellung auf dem Brett und beide stellten sich zu, so dass ein Remis absehbar war.
KD nutze in einer flotten Partie die offenen Linien perfekt und gewann einen Bauern. Das Endspiel behandelte er besser als sein Gegner. Nach 4 Stunden war ein Bauer durch und der nächste Sieg für uns da, damit hatten die letzten 3 Bretter gewonnen.
Ich konnte inzwischen zwei Bauern erobern und versuchte seine Türme nicht in meine Stellung reinzulassen. Aber nach dem Sieg von KD gab es mehrere Remis Angebote, die wir alle annahmen, so dass Thali, Joshua und ich jeweils einen halben Punkt zu unserem 5,5 zu 2,5 Sieg beisteuerten.



Vorbericht Saison 2015/16

Nachdem wir mit einem fulminanten Schlussspurt die Saison 14/15 sehr erfolgreich abschließen konnten, gab es im Vorfeld der Spielerversammlung einige Spielerrückzüge zu verschmerzen. Daher können wir in der neuen Saison nur noch drei Mannschaften melden - was ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehe: Auf der einen Seite werden evtl. nicht immer alle, die spielen können, auch zum Einsatz kommen. Auf der anderen Seite lassen sich drei Mannschaften wohl deutlich leichter aufstellen und wir haben vielleicht mal eine Saison ohne allzu große Aufstellungssorgen (Klopf auf Holz!).

Für die Erste steht in der achten Saison in der Landesklasse Süd das gewohnt schwere Programm an.
Einige Konkorrenten haben sich enorm verstärkt (Bad Soden z.B. durch drei 2000er-Zugänge, Flörsheim aus den Reihen der "Hochheimer Konkursmasse"). Und auch die Aufsteiger sind stark und sicher nicht gewillt, Kanonenfutter zu spielen...
Der Kreis der Aufstiegsaspiranten besteht für mich aus Frankfurt-West, Bad Soden und Flörsheim, der Rest muss sich wohl eher nach unten orientieren...
Nach DWZ-Schnitt der acht Stammspieler sind wir auf Platz 7 - damit ist klar, dass wir uns wieder auf einen heißen Abstiegskampf einstellen dürfen... (siehe Statistik LK Süd)

Nach dem umjubelten Aufstieg in die Bezirksklasse A geht es für unsere Zweite natürlich ausschließlich darum, den Klassenerhalt zu sichern.
Favorit auf die Aufstiegsplätze sind die beiden Absteiger Kelsterbach und Groß-Gerau. Klare Abstiegskandidaten sind nicht zu entdecken - die Klasse scheint recht eng und ein spannender Kampf ist zu erwarten.

Die Dritte sollte in der Bezirksklasse C einige Außenseiter-Chancen haben und davon profitieren, dass man nicht mehr auf die Vierte Rücksicht nehmen muss. Favorisiert sind hier ebenfalls die Absteiger Walldorf und Hattersheim 3. In der zweiten Reihe stehen dann Rüsselsheim und Kelkheim 3 und werden auf ihre Chance lauern.
Mögliche Abstiegskandidaten sind Bad Soden 5, Griesheim 2 und Steinbach 3, während die Aufsteiger Nauheim 2 und Ginsheim wohl stark genug sind, den Klassenerhalt auch trotz der 2 zusätzlichen Bretter in der Bezirksklasse zu packen.

Insgesamt erwarte ich (mal wieder) eine schwere Saison für die Schachfreunde - aber durchaus auch mit Chancen auf positive Überraschungen. Alles hängt an wenigen zentralen Kämpfen - laufen diese gut, kann man am Ende feiern - patzt man in der Crunsh-Time, geht es aber auch ganz schnell abwärts...